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MÜNZWEG17d ago
Presseerklärung von Max Stirner zur Iran-Krise — vorgetragen im Geiste des Einzigen und seines Eigentums — Ihr fragt mich, was ich zu diesem Krieg sage? Ich sage: Schaut, wem er nützt — und wem nicht. Wieder einmal sehen wir das große Schauspiel der Staaten, dieser kältesten aller kalten Monster, wie sie einander zerfleischen. Israel bombardiert. Amerika bombardiert. Iran schlägt zurück. Und wer stirbt? Die Einzigen — die einzelnen Menschen, die Söhne, die Töchter, die Bauern, die Händler. Keine Idee, keine Nation, kein Gott hat je geblutet. Nur Ich und Du bluten. Was ist dieser Krieg anderes als der Trieb der Gespenster? "Nationale Sicherheit", "Gottes Wille", "Demokratie", "das Regime" — lauter Spuk, lauter Abstraktionen, für die der leibhaftige Mensch geopfert wird. Der Staat ruft: "Du gehörst uns!" — und der Untertan nickt und stirbt brav für eine Fahne, die ihm nie gehörte. Die wahren Eigentümer dieses Krieges Die Regierenden in Washington haben ihre Interessen — Öl, Macht, Wähler. Die Regierenden in Tel Aviv haben ihre Interessen — Sicherheit, Vorherrschaft, innenpolitisches Überleben. Die Mullahs in Teheran haben ihre Interessen — das eigene Regime, die eigene heilige Idee. Keiner dieser Herren kämpft für dich. Sie kämpfen mit dir — mit deinem Körper, deinem Steuergeld, deinem Leben. Was soll der Einzige tun? Ich sage nicht: Sei Pazifist — denn auch der Pazifismus ist ein neues Heiliges, eine neue Fessel. Ich sage: Erkenne deinen Eigennutz. Frage dich: "Was habe ich, Ich, der Einzige, von diesem Krieg?" Vermutlich: nichts. Außer Tod, Teuerung und Propaganda. Der Krieg ist das wildeste Fest der Selbstentfremdung. Der Soldat tötet für eine Idee, die nicht seine ist. Der Zivilist trauert für einen Staat, der ihn nie geliebt hat. Nur der Herrschende kehrt nach Hause zurück — wohlgenährt, mit Orden und Verträgen. Mein abschließendes Wort Ich, Max Stirner, erkläre: Dieser Krieg gehört mir nicht. Er gehört den Staaten, den Ideologien, den Götzen. Solange der Mensch sich in den Dienst von Gespenstern stellt — sei es "Israel", sei es "Amerika", sei es "der Islam" oder "die Freiheit" — wird er sterben für das, was ihn beherrscht, anstatt zu leben für sich selbst. Befreit euch vom Spuk — bevor der Spuk euch begräbt. — Der Einzige
💬 8 replies

Replies (8)

Lekater17d ago
Amen 🙏🏻
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actionslave16d ago
Man möchte dem anonymen Stirner-Epigonen, der sich da im Gewande des Einzigen und seines Eigentums über den Krieg im Nahen Osten hermacht, durchaus zugestehen, dass er seine Lektüre nicht ganz umsonst betrieben hat – wenngleich man hinzufügen muss, dass zwischen dem Studium eines Philosophen und dem Verständnis desselben mitunter Welten klaffen. Die Diagnose, dass Staaten "kalte Monster" seien (ein Nietzsche-Zitat, das hier ungeniert Stirner untergeschoben wird), mag ihre Berechtigung haben; die daraus gezogenen Schlüsse freilich kranken an jener Abstraktheit, die der Verfasser den von ihm kritisierten "Gespenstern" vorwirft. *** Denn siehe: Während unser Stirnerianer sich in dialektischen Volten ergeht und allen Beteiligten gleichermaßen attestiert, sie kämpften nicht _für_, sondern _mit_ dem Einzelnen, übersieht er – oder will er übersehen? – einen nicht ganz unerheblichen Umstand: dass es nämlich Menschen gibt, die sich über diesen Krieg freuen. Iraner zumal, denen die Perspektive, vom Joch der Mullahs befreit zu werden, durchaus als _Eigennutz_ erscheinen mag – ja, als eminenter, leibhaftiger, höchst konkreter Eigennutz. Die junge Frau in Teheran etwa, die ohne Kopftuch durch die Straßen gehen möchte, ohne von den Sittenwächtern verprügelt zu werden; der Intellektuelle, der es leid ist, jedes Wort auf die ideologische Goldwaage legen zu müssen; der Händler, dessen Geschäft unter den Sanktionen darbt, die das Regime durch seine theokratischen Allmachtsphantasien provoziert hat – sie alle könnten, rein hypothetisch versteht sich, in der Zerschlagung eben jenes Regimes einen höchst eigennützigen Vorteil erblicken. Für sie wäre "Befreiung" keine Abstraktion, kein "Spuk", sondern die Möglichkeit, endlich _als Einzige_ zu leben, anstatt als Untertanen Allahs und seiner selbsternannten Statthalter auf Erden. *** Gewiss, der Bombenkrieg tötet Unschuldige – das ist die Tragik jedes Krieges, und wer das leugnet, ist ein Narr oder ein Zyniker. Doch wer daraus folgert, dass _jeder_ Krieg gleichermaßen sinnlos sei, dass alle Beteiligten lediglich "Gespenster" anbeteten und der Einzelne stets nur Opfer, niemals Nutznießer sein könne, der betreibt jenen Egalitarismus der moralischen Äquidistanz, der am Ende in die Paralyse führt. Es ist der Irrtum des Abstrakten, der da meint, weil _manche_ für Ideen sterben, die ihnen nichts nützen, müsse dies für _alle_ gelten. Nein, lieber anonymer Stirnerianer: Manch ein Iraner mag in diesem Krieg sehr wohl seinen "Eigennutz" verwirklicht sehen – den Eigennutz nämlich, nicht länger unter einem Terrorregime vegetieren zu müssen, das seine Bürger einsperrt, foltert und hinrichtet, während es mit der anderen Hand Raketenprogramme finanziert und Stellvertretermilizen in halb Vorderasien alimentiert. Dass dieser Eigennutz mit Blut erkauft wird, ist furchtbar; dass er deswegen inexistent wäre, ist Unsinn. *** Was den Rest der Philippika angeht – die Klage über Staaten, Fahnen und Ideen, für die der "leibhaftige Mensch" geopfert werde –, so sei daran erinnert, dass auch der radikalste Egoismus nicht umhin kommt, Ordnungsstrukturen anzuerkennen, will er nicht im Chaos versinken. Der Einzige mag sein Eigentum haben; aber ohne ein Rechtssystem, das dieses Eigentum schützt, wird er es an den Nächstbesten verlieren, der stärker, schneller oder skrupelloser ist. Und dieses Rechtssystem – ob es uns gefällt oder nicht – setzt einen Staat voraus. Einen _kalten_ vielleicht, einen _monströsen_ mitunter, aber immer noch einen, der dem Hobbes'schen Naturzustand vorzuziehen ist. Die Mullahs in Teheran haben übrigens auch ein "Eigentum" – das Eigentum an der Macht. Wer ihnen dieses Eigentum lässt, aus Furcht vor "Abstraktionen", der lässt auch all jene im Stich, deren Eigennutz darin besteht, eben diese Macht gebrochen zu sehen. ***
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MÜNZWEG16d ago
## Zur Iranerin — dem Herzstück der Kritik Der Krieg wird nicht für die Iranerin geführt. Er wird unter Berufung auf sie gerechtfertigt. Das ist ein Unterschied, den zu begreifen offenbar einige Anstrengung erfordert — oder einigen Unwillen überwindet. Denn fragen wir doch einmal ganz nüchtern, ganz eigennützig, ganz im Geiste Stirners: - Führt Washington diesen Krieg, weil eine junge Frau in Teheran kein Kopftuch tragen will? - Bombardiert die US Air Force iranische Stellungen, weil ein Händler im Basar von Isfahan unter Sanktionen leidet? - Schickt das Pentagon Carrier Strike Groups in den Persischen Golf, weil ein Intellektueller in Schiras seine Gedanken nicht frei äußern kann? - Fliegt die israelische Luftwaffe Angriffe auf iranische Nuklearanlagen, weil sie nachts nicht schlafen kann vor Sorge um die Rechte iranischer Frauen? - Drängt Tel Aviv auf die Zerschlagung des iranischen Atomprogramms, weil es ihm um die Pressefreiheit in Teheran geht? Wer das glaubt, hat aus den letzten sechzig Jahren amerikanischer *und* israelischer Außenpolitik nichts gelernt. Nicht aus dem Iran von 1953, als die CIA Mossadegh stürzte — nicht für die Freiheit der Iraner, sondern für das Öl der Anglo-Iranian Oil Company. Nicht aus Vietnam, wo man "die Freiheit verteidigte", bis man sie in My Lai eigenhändig massakrierte. Nicht aus dem Irak, wo die "Massenvernichtungswaffen" so real waren wie der Weihnachtsmann, und die "Befreiung" ein Land hinterließ, das zwanzig Jahre später noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Nicht aus Libyen, wo man Gaddafi stürzte, "um die Zivilbevölkerung zu schützen", und ein Land hinterließ, in dem heute offene Sklavenmärkte betrieben werden. Nicht aus den jahrzehntelangen israelischen Operationen im Libanon, in Syrien, in Gaza — die stets der *eigenen* Sicherheit dienten, nie der Freiheit der dortigen Bevölkerung, und die stets mit dem Vokabular der Selbstverteidigung gerechtfertigt wurden, während sie ganze Landstriche in Trümmer legten. Israel hat vollkommen *rationale*, vollkommen *eigennützige* Gründe, den Iran geschwächt zu sehen. Hisbollah im Norden, Hamas im Süden, iranische Drohnen und Raketenprogramme, die nukleare Schwelle — das sind *reale* Bedrohungen, und ich leugne sie nicht. Aber man möge die Ehrlichkeit besitzen, diese Gründe beim Namen zu nennen, statt sie hinter dem Antlitz einer unterdrückten Iranerin zu verbergen. Israel will den Iran entwaffnet, nicht befreit. Washington will eine Region, die seiner Ordnung gehorcht, nicht eine Region, die frei ist. Beides mag aus der jeweiligen Staatsräson *logisch* sein — aber es hat mit dem Eigennutz der Iranerin so viel zu tun wie der Appetit des Wolfes mit dem Wohlergehen des Lammes. Die Iranerin ist nicht das Ziel dieses Krieges. Sie ist das *Argument*. Sie ist — und ich sage das mit vollem Bewusstsein der Schärfe — der neueste Spuk, der neueste Heilige, in dessen Namen man Bomben wirft. Gestern hieß der Spuk "Massenvernichtungswaffen". Vorgestern "Dominotheorie". Heute heißt er "unterdrückte iranische Frau". Morgen wird er anders heißen. Die Bomben werden dieselben sein — ob sie nun aus Missouri oder aus dem Negev abgefeuert werden. Man zeige mir *einen* Krieg, der geführt wurde, weil eine Frau frei sein wollte, und ich zeige dem Kritiker eine Welt, in der sein Argument Bestand hat. Bis dahin zeige ich ihm die Welt, in der wir leben — eine Welt, in der Frauen als Plakatmotiv für Kriege dienen, die anderen nützen. --- ### Zur falschen Dichotomie Ich stelle nicht alle Seiten moralisch gleich. Ich weigere mich lediglich, moralische Urteile als Blankoscheck für politisches Handeln zu akzeptieren. Das Mullah-Regime ist abscheulich — ja. Es foltert, es mordet, es unterdrückt — ja. Es hängt Homosexuelle an Baukränen, es erschießt Demonstrantinnen, es finanziert Terrormilizen von Beirut bis Sanaa — ja, ja, und nochmals ja. Ich bin der Letzte, der das beschönigt. Jede Unterdrückung des Einzigen widert mich an, gleichgültig ob sie von Mullahs, von Generälen oder von demokratisch gewählten Bürokraten ausgeübt wird. Aber aus der Tatsache, dass A abscheulich ist, folgt nicht, dass jeder, der A bekämpft, ein Wohltäter ist. Aus der Tatsache, dass das Regime in Teheran eine Tyrannei ist, folgt nicht, dass derjenige, der es bombardiert, die Freiheit bringt — gleichgültig ob er von einer Basis in Qatar oder von einer in der Negev-Wüste operiert. Die Logik "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" ist nicht Eigennutz — sie ist die Kapitulation des Denkens vor der Bequemlichkeit. > *Entweder du bist für den Krieg, oder du bist für die Mullahs. Entweder du bejubelst die Bomben, oder du lässt die Unterdrückten im Stich.* Das ist die älteste rhetorische Falle der Kriegspropaganda, und sie funktioniert seit Jahrtausenden zuverlässig. Wer nicht für den Kreuzzug war, war gegen Christus. Wer nicht für den War on Terror war, war für bin Laden. Wer nicht für die Bombardierung Teherans ist, ist für die Mullahs. Wer Israels Militäroperationen hinterfragt, ist gegen Israels Existenzrecht. Nein. Der Einzige lässt sich nicht in dieses Entweder-Oder pressen. Er fragt — und das ist keine Paralyse, sondern die einzige Form des Denkens, die den Namen verdient: *Wem nützt es? Was kostet es? Und wer bezahlt?* Wenn Washington bombardiert, nützt es dem amerikanischen Machterhalt in der Region. Wenn Israel bombardiert, nützt es der israelischen Sicherheitsarchitektur. Wenn beide gemeinsam bombardieren, nützt es beiden. — Wem es *nicht* nützt, das ist die Iranerin, die unter den Trümmern liegt, oder die, die nach dem Krieg feststellen wird, dass an die Stelle der Mullahs nicht die Freiheit getreten ist, sondern das Chaos, die Warlords, die nächste Tyrannei — wie in jedem einzelnen der historischen Beispiele, die ich bereits angeführt habe. --- ### Zur Frage der Befreiung von außen Mein Kritiker tut so, als sei die einzige Alternative zur Tyrannei der Mullahs die Befreiung durch amerikanische Bomben und israelische Präzisionsschläge. Er unterschlägt dabei die einzige Form der Befreiung, die den Einzigen tatsächlich befreit — nämlich die Selbstbefreiung. Was hingegen von außen kommt — die Bomben, die "Befreiung", die "neue Ordnung" —, das ist stets die Ersetzung eines Gespenstes durch ein anderes. Der Mullah wird gestürzt, und an seine Stelle tritt — was? Fragen wir die Geschichte: - Iran 1953 trat an die Stelle des gestürzten Mossadegh der Schah — und an die Stelle des Schahs, fünfundzwanzig Jahre später, die Mullahs. Die "Befreiung" gebar die Tyrannei, die mein Kritiker heute bekämpfen will. - Irak 2003 trat an die Stelle Saddams das Chaos, der Bürgerkrieg, der IS, die iranische Einflussnahme — also genau jene Mullahs, die man jetzt ein zweites Mal zu stürzen gedenkt. Und Israel, das den Irak-Krieg hinter den Kulissen befürwortete, weil Saddam seine Erzfeinde finanzierte? Es bekam statt eines geschwächten Rivalen einen iranischen Vasallenstaat an seiner Ostflanke. Auch hier: Der Schuss ging nach hinten los — *buchstäblich*. - Libyen 2011 trat an die Stelle Gaddafis ein failed state mit zwei Regierungen, Warlords und offenen Sklavenmärkten. - Afghanistan trat an die Stelle der Taliban... nach zwanzig Jahren und zwei Billionen Dollar: die Taliban. - Gaza seit 2023: Israel bombardiert den Gazastreifen in beispiellosem Ausmaß, um die Hamas zu vernichten. Und was wächst in den Kratern? Die nächste Hamas. Unter anderem Namen, vielleicht — aber mit demselben Hass, genährt von denselben Trümmern. Auch hier die eiserne Logik: Gewalt von außen *erzeugt* den Widerstand, den sie zu brechen vorgibt. Soll ich weitermachen? Oder genügt das, um zu zeigen, dass "Befreiung von außen" ein Widerspruch in sich ist — ein Spuk, verkleidet als Realpolitik? Gleichgültig ob der Absender Washington oder Tel Aviv heißt, das Ergebnis ist dasselbe: Nicht Freiheit, sondern die nächste Runde des Elends. — Der Einzige
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actionslave16d ago
Lassen wir das! Ich wollte nur zeigen, dass ein KI-generierter Post schnell erstellt ist. Ich werde jetzt nicht mit deiner KI-generierten Antwort diskutieren.
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MÜNZWEG16d ago
Ja klar. Ich habe viel über beide outputs nachgedacht und meine eigene Haltung geschärft und hinterfragt. Ziel erreicht.
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actionslave16d ago
Hm, ich bin eher unzufrieden und glaube, dass ich mein Ziel verfehlt habe. Denn du hast deine Antwort - obwohl du dir Gedanken gemacht hast - wieder von einer KI formulieren lassen.
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MÜNZWEG16d ago
Was ist denn dein Ziele gewesen, dass ich KI nicht mehr nutze?
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actionslave16d ago
dass du die KI nutzt, um zu reflektieren. Aber dann selber aufschreibst, was du dir gedacht hast
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